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Auf der Südseite des Teutoburger Waldes gelegen, ist Brackwede der größte Stadtteil Bielefelds mit fast 40.000 Einwohnern. |
![]() Von dem ehemaligen Hotel zur Post stammt die erste Nachricht aus dem Jahr 1550. In dem Urbar der Grafschaft Ravensberg wird Brackwede im Jahre 1556 als Briefträgerdorf benannt. Während des 30-jährigen Krieges wird erwähnt, dass die Brackweder Kupfermühle im Jahre 1635 von den Truppen angezündet wurde. |
![]() Als erstes Einzelhandelsgeschäft wird im Jahre 1735 das Lebensmittelgeschäft Steinkröger erwähnt. 1818 hatte Brackwede 1261 Einwohner, im Jahre 1847 wurde die Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet mit Durchstich durch den Bielefeld Pass. 1891 wurde eine katholische Kirche gebaut. |
![]() Seit dem Jahre 1898 verbindet die Straßenbahn Brackwede mit Bielefeld. Im Jahre 1903 wird die Sparkasse Brackwede gegründet und im Jahre 1909 die Volksbank Brackwede. 1939 hatte Brackwede 14975 Einwohner, kriegsbedingt erhöhte sich die Zahl 1945 auf 18702 Einwohner. |
![]() 1951 feierte Brackwede sein 800-jähriges Bestehen, im Jahre 1956 wurde der Ort zur Stadt erhoben, bis dahin war es das größte Dorf Europas. Während der Selbstständigkeit wurden viele Neugründungen durchgeführt, die Stadt erhielt ein eigenes Rathaus und ein eigenes Postamt. Das kulturelle sowie schulische Angebot konnte sehr verbessert werden. |
Brackwede mauserte sich durch Eingliederung von Quelle, Ummeln und Holtkamp zum Mittelzentrum auf der Sonnenseite Bielefelds. Am 31. Dezember des Jahres 1972 verlor Brackwede seine Selbständigkeit im Zuge der Gebietsneuregelung und wurde ein Stadtbezirk Bielefelds. |
Die verkehrsgünstige Lage an der Bundesstraße 68 und der Anschluß an die A 2 sowie A 33 tragen heute zum weiteren Aufschwung von Industrie und Handel bei. Waren es im 19. Jahrhundert Schwerindustrie wie Thyssen-Umformtechnik (1893) und die Spinnerei-Vorwärts (1868), im 20. Jahrhundert die Textilindustrie wie Seidensticker und Dornbusch sowie Zweiradindustrie wie Stricker, Rabeneick, Buschkamp so wird sich im 21. Jahrhundert die Medien- und Computerindustrie hier ansiedeln. Ein bedeutender Anbieter wird 300 Arbeitsplätze im Brackweder Süden schaffen. |
Übrigens: Bielefelds Hauptstrasse ist weiterhin in Brackwede !   |
| (c) hans becker | |
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