Hans-Georg Arlt
wurde 1927 in Züllichau geboren. Mit sechs Jahren begann er mit dem Violinspiel und wurde in den kommenden zehn Jahren ausschließlich von seinem Vater unterrichtet. Mit 16 wurde er jüngster Student an der Berliner Hochschule für Musik bei Professor Max Strub.Der Krieg unterbrach seine musikalische Laufbahn, jedoch ermöglichten ihm seine enormen geigerischen Fähigkeiten, unmittelbar nach Entlassung aus russischer Kriegsgefangenschaft, als Konzertmeister und Solist neu zu starten.
Vom Kammerorchester über Opern- und Bühnenmusik bis hin zur Unterhaltungs- und Tanzmusik reicht seine künstlerische Bandbreite.
So war er seit 1946 überwiegend im Rundfunk und für das Fernsehen tätig und produzierte überdies, zum größten Teil mit eigenen Ensembles, Hunderte von Schallplattenaufnahmen mit fast allen großen Stars der Musikwelt - vom klassischen Bereich bis zur Pop-Musik.
Besonders erfolgreich aber war seine Zusammenarbeit mit Robert Stolz, unter dessen Leitung er mit viele Operetten aufnahm.
Im Jahre 1978 formierte Hans-Georg Arlt das Orchester des Berliner Theater des Westens und prägte es als Konzertmeister mit seinem musikalischen Stil bis Ende 1991.
Sein Hauptgebiet war jedoch stets die Rundfunkarbeit im Großen Studio-Orchester Berlin. Mit seinem Streichorchester Hans-Georg Arlt produziert er beim damaligen Sender Freies Berlin über Jahrzehnte hinweg unzählige Aufnahmen mit gehobener Unterhaltungsmusik und hatte eine eigene wöchentliche Rundfunksendung, die sein Markenzeichen wurde.
Als Solist nahm er im Berliner Haus des Rundfunks sowie an anderen Rundfunkanstalten Deutschlands viele virtuose Violin-Kompositionen auf, die oft auch direkt für ihn geschrieben wurden.
Er gilt in Fachkreisen als einer der bedeutendsten deutschen Geiger der Nachkriegszeit und ist speziell mit seinen Interpretationen der unterhaltenden, virtuosen Violin-Literatur bis heute unerreicht.