Urlaubtips

 

Skiathos
Inselparadies im Ägäischen Meer

Es war lIebe auf den ersten Blick. Dreimal waren wir schon auf Skiathos. Haben Ostern erlebt - die Nacht, wenn der Pope das neue Licht des Sommers aus der Kirche trägt. Wenn überall die Kerzen angezündet und Tausende von Eiern rot gefärbt werden. Wenn Ostersuppe die Fastenzeit beendet. Wenn gesungen und gegessen, gelacht, getrunken und getanzt wird, wie bei uns nur an Silvester.

Der Mai - ein Feuerwerk der Farben. Unterm Silbergefunkel uralter Olivenbäume leuchten sie um die Wette: Margeriten und Klatschmohn, Glockenblumen und Hahenfuß. Auf Maultierpfaden sind wir gewandert. Durch grüne Täler, Berghänge hinauf und wieder runter. Immer wieder blitzt durchs grüne Dickicht das Meer. Am Wegesrand eine Kapelle, eine hübsche Kirche, nur noch ein einziger Mönch lebt im Kloster Evangelistria. Unser erstes Picknick unter einer mächtigen Platane - ich vergesse es nie. Frisches Brot, Schafskäse, Oliven Tomaten und Wein sind gerade ausgepackt, da steht er meckern vor uns: ein Bild von Ziegenbock. Grauer Bart, gedrehte Hörner, Schlappohren, groß wie Topflappen. Nur ein griechischer Ziegenbock kann so aussehen.

Sommer, Sonne, Surfen... Ganz Hellas hat keinen schöneren Strand als den von Koukounaries, gläsernes Wasser, goldener Sand - wie eine Mondsichel schmiegt sich die weite Bucht unter duftende Pinienschirme. Wassersportler sind in ihrem Element, Kinder planschen im flachen Meer, durstige Kehlen erfrischen sich in kleinen Tavernen. Nur wenige hundert Meter weiter die nächsten Strände, 66 finden sich allein an der Südküste. Super: Die meisten lassen sich bequem mit Bussen erreichen. Viele auch zu Fuß oder mit Bötchen, die hier unterwegs sind wie andernorts die Straßenbahn.

Natürlich waren wir auch im Herbst da. Das Meer hat die Hitze des Sommers gespeichert, in Skiathos Stadt ist Schluß mit dem großen Geschiebe durch die winkeligen Gassen. Stundenlang kann man jetzt die Paralia (Hafen-Promenade) rauf und runter schlendern, durch zahllose Antiquitätengeschäfte stöbern, schauen was Neues gibt bei "Loulou", die all ihre schicken Klamotten selbst entwirft. Auch das "Morfo" ist ein Schatzkästchen, es gehört einer Griechin, die im Winter durchs Land reist, um für ihren Laden besondere handgewebte Läufer und Wandteppiche zu finden.

Selbst in den Tavernen auf der Lazareta-Halbinsel ist um diese Jahreszeit immer noch ein lauschiges Plätzchen frei. Auch zur begehrtesten Zeit, wenn sanft die Abendröte über die weißen Mauern der Stadt rieselt und bald darauf Millionen bunte Lichter im Zickzack auf der Wasserfläche des Hafens zu verschwimmen beginnen. Wann Skiathos am schönsten ist? Vielleicht weiß ich es nach der nächste Reise....
(c) (hw)


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