![]() |
|
Winterurlaub auf Teneriffa
Sonnenschein statt SchneematschWer statt Schneematsch und Regenwetter lieber Sonnenschein und Meeresrauschen genießen will, hat durch den Regionalflughafen Paderborn die Kanarischen Inseln fast schon vor der Haustür. In nur etwa 4 Flugstunden kann man nicht nur im kommenden Winter graues Schmuddelwetter gegen den etwigen Frühling eintauschen.
Von Nordosten heranziehende Passatwinde sorgen auf der Kanareninsel für eine üppige Vegetation und angenehmes Klima, während 300 Kilometer weiter östlich der afrikanische Kontinent nur unfruchtbare Wüste bietet. Bereits beim Anflug auf Teneriffa lernt man die Besonderheit der Urlaubsinsel kennen: Plötzlich taucht der Teide-Gipfel aus den Passatwolken auf, wohlgeformt und ab November schneebedeckt. Mit 3.718 metern ist der einst feuerspeiende Vulkan Spaniens höchste Erhebung. - und das rund 1.300 km vom spanischen Festland entfernt. Vor allem in den Wintermonaten schmückt er sich gerne mit einem Sombrero aus weißen Wolkenringen. Diese bringend im grünen Norder der Insel an den Hängen des wilden Anaga-Gebirges und des mit der Kanaren-Kiefer bewachsenen Mercedes-Waldes häufiger Regen. So entfaltet sich zwischen der Ortschaft Bajamar und der Lava-Landschaft des Nationalparkes "Las Canadas" rund um den Gipfel des Teide ein üppiges Pflanzenreich.
Trocken dagegen ist der Süden Teneriffas, rum die für ruhigere Ferien geeigneteren Orte Los Gigantes und Puerto de Santiago sowie im lebhaften Playa de las Americas und im etwas bedächtigeren Los Christianos. Das bedeutet aber nicht, daß sich die Landschaft hiernur in braunen und grauen Farben präsentiert; Die Tabaiba, ein Wolfsmichgewächs, die oleanderblättrige Klinie, Opuntien und Euphorbien setzen grüne Punkte auf die Hänge. Plantagen für die typischen, besonders gelben und süßen Bananen tun ihr Übriges.
Doch vor den Besichtigungstouren werden in Playa de las Americas und Los Christianos Strand und Meer genossen. Allein acht Kilometer lang ist die palmengesäumte Uferpromenade, die von Los Christianos über Playa las Americas bis nach Costa Adeje führt. An der Fußgängerzone in Playa las Americas reiht sich eine Freiluftbar an die andere. Biertrinker dürfen sich freuen, alle bekannten deutschen Marken sind hier vertreten. Den Bars folgen die Restaurant, die oft sogar rund um die Uhr geöffnet haben. Überhaupt kommen Nachtschwärmer in diesem Urlaubsort auf ihre Kosten - heiße Discos und gemütliche Piano-Bars bieten ausgelassene Stimmung bin in den Morgen.
Von fast allen Urlaubsorten werden jeden Tag Ausflüge in die Mondlandschaft der Canadas, die den Teide umschließen, angeboten. Was hier unzählige Vulkanausbrüche, Sturm und Sand geformt haben, ist wahrlich einzigartig. Die bezarresten Felsen sind die Roques de Garcia, von denen aus man bis zur Spitze des Teide sehen kann. Täglich kann eine begrenzte Besucherzahl sogar den höchsten Punkt der Insel erklimmen.
Unter Leitung von Thor Heyerdahl wird in diesem Herbst der Ethnografische Kulturpark und die Pyramiden von Güimar im Süden der Insel eröffnet. Der Park skizziert anschaulich mögliche Verbindungen zwischen den Kulturen Nordafrikas, der Kanaren und Amerika. So gibt Thor Heyerdahl der Forschung über die noch mit vielen Rätseln versehenen Kulturen der kanarischen Urbevölkerung neue Impulse. Und bietet Urlaubern, die sich mit dem Strandleben allein nicht zufrieden geben, ein neues Ausflugsziel.
